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Sage einer, das Motorreisemobil
sei eine Erflindung unserer Zelt. Weit gefehlt!
Es war ein Caravan aus dem Jahre 1908, mit dem
Monsieur Fabregues aus Marseille samt Familie
dem Ruf "Tour de Ruhr" folgte. Bei seiner Deutschlandfahrt
machte der Franzose vor 90 Jahren auch in Wanne-Eickel
Station, um fern der heimatlichen Großstadt
die kirchlichen Bauten in der Emscherregion
kennenzulernen. Das Reisemobil, vom Besitzer
konstruiert und gesteuert, enthielt Salon, Schlafzimmer
mit vier Betten sowie Küche, Waschraum und Toilette
mit Wasserspülung.
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Auch die Urlauber waren überrascht,
als sie vor 90 Jahren am Wanner Bahnhof die
Fernzüge bestiegen. Einige Abteile in der einfachen
Wagenklasse waren plötzlich mit Schreib-, Lese-
und Schlafstützen ausgestattet. Ausgerechnet
ein Apotheker hatte 1907 diese Neuheit ausgetüftelt
und zum Patent angemeldet.
Die Konstruktion war einfach
und glich einer Kinderschaukel. Ein Holzbrett
wurde an beiden Enden in die Schlaufen eines
Hanfseiles am Gepäcknetz befestigt. Wer diesen
Service benutzen wollte, mußte eine Mark zuzahlen.
Die Rechnung ging freilich für den Erfinder
wie auch für die Bahn nicht auf. Benutzer klagten
beim "Schaukel-Schlaf" über Leib- und Rückenschmerzen,
woraufhin dann auch Ärzte vor gesundheitlichen
Folgen warnten. So verschwand die Apotheker-Erfindung
wieder schnell aus dem Verkehr.
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Vor 85 Jahren staunten die
Wanne- Eickeler nicht schlecht, als sie dieses
behindertenfreundliche Fahrrad im Straßenbild
entdeckten. Das Zweirad mit seitlichen Kennungszeichen
war für Schwerhörige gedacht, die damit andere
Verkehrsteilnehmer auf ihre Behinderung aufmerksam
machen wollten. Der Deutsche Radfahrerbund kam
vor dem ersten Weltkrieg auf diesen genialen
Einfall und zog mit einer Werbekampagne durch
das Ruhrgebiet. Über den Erfolg dieses Schwerhörigen-
Rades schweigt sich die Chronik allerdings aus.
Groß kann die Resonanz aber wohl nicht gewesen
sein, kaum jemand erinnert sich daran. Immerhin,
nachdenkend könnte diese Nutzanwendung auch
heutzutage noch machen.
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| Um
die Figur der Frau kümmerten sich früher schon
ausschließlich männliche Modeschöpfer. So war
es kurz nach 1900, als ein Drogist "Elektra"
zur genialen Erfindung machte. Sein Patent:
Büstenformer ohne Metall-Spiralfedern. Die neuen
BH gab es zu einem Stückpreis ab 2,75 Mark -
was nicht einmal den Tagesverdienst einer Arbeiterfrau
ausmachte.
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