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Der Kirchturm an der Zeppelinstraße
ist seit 65 Jahren ein unübersehbares Wahrzeichen
zwischen Wanne und Eickel. Die evangelische
Kirchengemeinde "Zwölf Apostel" hatte den Turm
mit Glockenstuhl zum Reformationstag 1932 fertiggestellt.
Damit erhielt der Kirchbau sein erstes Geläut.
Bereits seit 1915 war die
Gemeinde in Wanne - Süd eigennständig und vollzog
die ersten Gottesdienste in einem provisorischen
Betsaal. Weil in der damaligen Kriegszeit für
einen großen Kirchbau das Geld fehlte, begnügte
man sich zunächst mit einem Gemeindehaus, das
am 3. März 1918 geweiht wurde. Als dann ein
gegründeter Kirchbauverein etliche Taler beisammen
hatte, kam die Milliarden - Inflation von 1923.
Nachfolgend vergingen nochmals
neun Jahre, wo man sich dann mit harter Reichsmark
ans Werk machte. Für das Geläut stiftete der
Männerverein 11.000 Mark, zusätzliche Taler
besorgten die Frauen mit der Sammelbüchse. Da
waren es gleich drei Glocken, die man beim benachbarten
Bochumer Gußstahlwerk in Auftrag gab.
Als der 27. Oktober 1932
nahte, fuhren 160 Gemeindemitglieder zur Glockenabnahme
nach Bochum.
Mit einer Stimmgabel am Ohr
überzeugte man sich vom melodischen Dreiklang.
Die größte Glocke hatte einen Durchmesser von
2,36 Metern mit 108 Zentnern Gewicht.
Die Mittelglocke wog 67 und
die Kleinglocke immerhin 53 Zentner.
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