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Der Karneval mit all seinen
Prunksitzungen, Kostümfesten und Gelagen geht
in diesen Februartagen in die "Zielgerade".
Jubel, Trubel, Heiterkeit haben sich längst
breitgemacht. Dieses "Alaaf und Helau" ist aber
nicht nur zu unserer Zeit großgeschrieben. Schon
zu Großelterns Zeiten haben die Wanne-Eickeler
zünftig gefeiert. Um die Jahrhundertwende ging
es besonders in Eickel hoch her. In über 40
Kneipen floß das Bier, das überwiegend aus der
heimischen Brauerei Hülsmann stammte.
Und, genau wie gelegentlich
heutzutage, wandte sich manche Obrigkeit gegen
den Ausschweif der Narretei. So auch der Eickeler
Pastor Daniels, der im Karneval besonders für
Jugendliche "Gefährliche Lustbarkeiten" entdeckte.
Dazu hatte er als Superintendent der evangelischen
Kreissynode Gelsenkirchen, zu der auch Wanne-Eickel
zählte, folgenden Eintrag eingebracht, der ab
1903 Gültigkeit haben sollte:
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Die Kreis-Synode erwartet,
daß die Konfirmanden jedes Jahr zeitig über
das ungeziemende der Faschingsaufzüge eingehend
belehrt und die Erwachsenen am 7. Sonntag
vor Ostern (Karnevalssonntag) in allen Gottesdiensten
zu ernstlicher Bekämpfung des karnevalistischen
Treibens ermahnt werden.
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Der evangelischen Landeskirche
Westfalen richtet das Gesuchen die Herren
Schulinspektoren, die Lehrpersonen anzuweisen,
daß sie die Schüler jedes Jahr rechtzeitig
vor jeglicher Art von Beteiligungen an frevelhaften
Karnevalsumzügen eindringlich verwarnen.
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An die Wanne-Eickeler
Amtmänner Winter und Berkermann ergeht die
Bitte, mit allen Mitteln gegen karnevalistische
Alkohol-Vergnügen vorzugehen. Diese Einbringung
liegt im Interesse der öffentlichen Sicherheit,
der häuslichen Wohlfahrt und der kirchlichen
Sitte. Randalierer passen nicht in unsere
religiöse Gesellschaft und müssen eindringlich
bestraft werden.
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