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Geschichten aus Wanne-Eickel
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Alfred Kallinowski berichtet:
Wanner Bildgeschichten von
gestern:
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Alfred Kalinowski
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Lutherkirche und
Kolpinghaus haben Jubiläum
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Die evangelische Kirchengemeinde
Wanne-Nord kann ein rundes Jubiläum feiern. Am 8. Dezember
ist es neun Jahrzehnte her, daß die Lutherkirche eingeweiht
wurde. Damit begann die Eigenständigkeit der bis dahin
Wanne-Mitte zugeordneten Seelengemeinde. Bereits 1906
wurde der Bau eines Gotteshauses an der Unser-Fritz-Straße
beschlossen. Landwirt Wilhelm Stöckmann griff in die
Tasche und schenkte der Gemeinde die Hälfte des zwei
Morgen großen Baugrundstücks. Architekt R. Fischer aus
Barmen übernahm die Planung, die Bauarbeiten wurden
dem Wanner Maurermeister Julius Wirt angetragen. Bereits
17 Monate nach der Grundsteinlegung, im Juli 1907, konnte
der Kirchbau seiner Bestimmung übergeben werden. Die
Einweihungspredigt hielt Pastor Johannes Radicke - anschließend
gab es ein großes Festessen in der Gastwirtschaft Garthmann.
Im zweiten Weltkrieg wurde der Kirchbau durch Bomben
und Granaten arg in Mitleidenschaft gezogen. Der erste
Gottesdienst nach dem Wiederaufbau folgte am 9.Juli
1950. Seit l987 steht die Lutherkirche unter Denkmalschulz.
Dazu gab es Geld für eine gründliche Restaurierung,
die insgesamt eine Million Mark ausmachte.
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Das Kolpinghaus Wanne hat im gesellschaftIichen
Leben der Kirchengemeinde Sankt Laurentius viele Akzente
gesetzt. Als im Jahre 1899 unter Vorsitz von Kaplan
Tüllmann der katholische Gesellenverein gegründet wurde,
tauchte bei den 50 Mitgliedern sofort der Gedanke auf,
ein eigenes Vereinsheim zu schaffen. Schwierigstes Problem
war die Bauplatzfrage. So verstrichen noch einige Jährchen,
bis Handwerksmeister Braukmann unweit des Anna-Krankenhauses
ein Grundstück kostenlos zur Verfügung stellte. Durch
Zukauf vergrößerte sich die Gesamtfläche auf 120 Quadratmeter.
Im Sommer 1913, also jetzt vor 85 Jahren, war das Kolpinghaus
fertiggestellt. Die EinrIchtung war zweckentsprechend
und bot 3 Handwerksgesellen eine Wohngelegenheit. Der
Küchenbetrieb lag in den Händen von Ordensschwestern.
Dem Gastraum war ein 170 Quadratmeter großer Saal angegliedert,
wo dann unzählige Vereinsfeste über die Bühne gingen.
Unser Foto zeigt das Kolpinghaus in der Gründerzeit.
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Im Kultur- und Sportleben Wanne-Eickels
hat das Volkshaus Röhlinghausen stets eine große Rolle
gespielt. Dabei hat diese gemeinnützige Einrichtung
mittlerweile 75 Jahre auf dem Buckel. Mit 12.000 Einwohnern
war Röhlinghausen damals eine eigenständige Gemeinde
innerhalb des Amtes Wanne. So blieb es auch dem Gemeindevorsteher
Anton Wandzioch vorbehalten, am alten Bauernkotten Strathmann
eine Freizeitstätte anzulegen. Im April 1923 entstand
aus der alten Scheune ein 26 x 12 Meter großer Saal
für Sport- und Gesellschaftszwecke, wo auf der Bühne
gelegentlich auch Kinofilme über die Leinwand flimmerten.
Auf der Remise, wo vormals Strathmanns Jauchekarren
standen, wurde mit acht Duschen und zwei Badewannen
ein Reinigungsbad für die Volksgesundheit installiert.
Nicht zu vergessen das große Fußballfeld, wo dann die
Spielvereinigung Röhlinghausen große Triumphe feierte.
In der Bildansicht ist das neue Volkshaus von 1923 zu
erkennen.
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