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Experten beschäftigten sich
bereits vor 90 Jahren mit dem Problem "Schnellbahn
für das Ruhrgebiet". Heute werden entsprechende
Projekte in die Wirklichkeit umgesetzt Die alten
Planungen aus der Kaiserzeit sind inzwischen
so gut wie in Vergessenheit geraten.
Wer weiß zum Beispiel noch,
daß vor dem ersten Weltkrieg - im Jahre 1909
– Wanne-Eickeler Verkehrsfachleute mit Vertretern
weiterer Ruhrgebietsstädte eine interkommunale
Vereinigung bildeten, die sich mit den Vorarbeiten
für eine elektrisch betriebene Schnellbahn zwischen
den Revierstädten befaßte?
Die Kriegswirren 1914/18
verzögerten jedoch die Detailplanung. Erst 1924
beschäftigte sich wieder eine unabhängige Studiengruppe
mit umfangreichen Vorbereitungen zu einer Städteschnellbahn
von Düsseldorf über Essen, Gelsenkirchen und
Wanne-Eickel nach Dortmund. Die S-Bahn sollte
auf eigenem Bahnkörper, teils als Überland-
teils als Unterpflasterbahn, gebaut werden.
Als im Dezember 1927 die damalige Reichsbahn
mit ihrem Ruhr-Ausbauprogramm an die Öffentlichkeit
trat, wurde auch die private Planung hinfällig.
Denn die Reichsbahn bot an: Elektrifizierung
des Eisenbahnverkehrs auf staatlichem Gleiskörper.
Das hätte zwangsläufig den Umbau des Wanner
Bahnhofs bedeutet.
Interessantestes Neubauprojekt
war ohne Zweifel eine S-Bahnlinie von Gelsenkirchen
über Hordel nach Bochum. Dazu sollte unweit
von Röhlinghausen ein neuer Personenbahnhof
entstehen, der sich Hordel-Wattenscheid nannte.
Im zweiten Bauabschnitt sollte von hieraus die
Strecke zum Wanne-Eickeler Hauptbahnhof weitergeführt
werden, wo man dann in alle Richtungen umsteigen
konnte. Auch in Holsterhausen gab es Hoffnung
auf bessere Nahverkehrsverbindungen.
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