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Zum Refomationstag anno 1908
beschäftige man sich in Wanne-Eickel mit der
Frage: "Wer sah Luthers Trauring?"
Ein illustriertes Wochenblatt
wußte vor 90 Jahren zu berichten, daß ein Privatmann
im Ruhrgebiet und eine Dame in Freiburg/Breisgau
einen Lutherring besitzen. Doch die Suche im
heimischen Emscherbruch blieb damals ohne Erfolg.
Man weiß, daß die Originale,
Meisterstücke der Goldschmiedekunst, nachgebildet
worden sind. Vermutlich begannen die Nachahmungen
schon zu Luthers Lebzeiten. So begann man immer
wieder zu untersuchen, wohin nach dem Tod von
Martin Luther und seiner Frau Catharina der
Nachlaß gekommen sein könnte.
Auch der "Flora-Chronist"
beschäftigt sich seit 30 Jahren mit der Ringsuche
und ist dabei auf eine Fährte gestoßen, die
bislang verborgen blieb. So gab eine 72jährige
Eickelerin, die ihren Namen verschwiegen haben
möchte, den Hinweis, daß einer der Ringe, nämlich
der von Luthers Frau, Catharina von Bora, im
Besitz ihrer Schulfreundin ist, die heute in
Niedersachsen lebt. Elisabeth von Kuenheim wird
als Besitzerin genannt, die den Ring bei der
Kriegsflucht um 1945 von Ostpreußen mitnahm.
Das Adelsgeschlecht von Kuenheim,
einst auf Schloß Juditten, nahe dem ostpreußischen
Mühlhausen beheimatet, war nahe verwandt mit
Luthers Frau.
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