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Nur wenige Takte der Zukunftsmusik,
die Städtebauer schon vor 75 Jahren sangen,
sind für Wanne-Eickel jetzt Wirklichkeit: die
S-Bahn, ein hochstöckiges Anna-Krankenhaus und
das drahtlose Telefonieren mit dem Handy. Ansonsten
hinkt das jetzt angebrochene Jahr 2.000 kläglich
hinter den Vorstellungen einiger revolutionärer
Planer her. Es war eine Gruppe namhafter Architekten,
die Anfang der zwanziger Jahre das Ruhrgebiet
bereisten und auch in Wanne-Eickel Station machten.
Nach ihren Vorstellungen sollte das damals noch
eigenständige Amt Wanne der angedachten Metropole
Gelsenkirchen zugeordnet werden. Für Eickel
stand der Anschluss nach Bochum bevor. Weitere
Ergebnisse ihrer Phantasie fixierten sie mit
dem Zeichenstift und führten das Bild (siehe
Foto) im Jahr 1925 auf einer Verkehrsaustellung
der verblüfften Öffentlichkeit vor.
So stellten sich damals die
Zukunftsforscher die Großstadt von morgen vor:
Ganz amerikanisch sollte sie sein.
Hochhäuser, Giganten aus
Beton und Stahl, elektrische Bahnen und ein
Verkehrsnetz, das sich auf drei Ebenen abspielt.
die Städte sollten sich nicht ins Uferlose aufblähen.
Stattdessen sollten Töchter- und Trabantenstädte
an die Mutterstadt angegliedert werden. diese
Trabantenstädte wie Universitätsstadt, Sportstadt
und Krankenstadt waren in der Vorstellung der
Experten durch weiträumige Grünflächen von der
Mutterstadt getrennt. Tief hinab in die Erde
sollte die Stadt von heute führen. Zuunterst
die Tunnel der Fernbahnen, darüber die S-Bahnen
und in der obersten Ebene die U-Bahnen. Alle
drei Ebenen sollten mit Paternosteraufzügen
verbunden sein.
Über dem Erdboden sollten
sich ebenfalls drei Stockwerke erheben. Die
unterste Straße für den Lastwagenverkehr. Ein
Stock höher bewegten sich die Menschen auf Rollschuhen
und darüber fahren die Straßenbahnen. Ganz oben,
bevorzugt von Luft und Tageslicht, sollte die
Straße für den Personenverkehr frei sein.
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