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Im August vor 50 Jahren herrschte
in Wanne-Eickel Freudenstimmung. Es gab einen
Nachschlag! Auf die am 20. Juni 1948 gezahlten
vierzig Deutschen Mark, mit der die "Stunde
Null" der neuen Währung begann, wurden weitere
20 Mark als Kopfgeld draufgelegt. Das bedeutete
eine Aufbesserung der schmalen Familienkasse.
Denn die rund 76.000 Wanne-Eickeler merkten
noch nichts von dem wenig später einsetzenden
"Wirtschaftswunder". Sie mußten den Schmachtriemen
noch immer engschnallen.
Wanne-Eickels damaliger Oberbürgermeister
Heinrich Weidmann und Oberstadtdirektor Wilhelm
Elbers setzten jedoch erste Zeichen für den
Aufschwung nach der totalen Lähmung. Im Stadtparlament
hielt die CDU mit 18 Sitzen die Vormachtstellung
vor der SPD mit 12 und drei Mandate der Kommunisten.
Der Bergbau, der als erster
Industriezweig mit Unterstützung der britischen
Besatzungsmacht wieder angekurbelt worden war,
beschäftigte in Wanne-Eickel 6.700 Kumpel. Die
vier heimischen Zechen Königsgrube, Shamrock,
Pluto und Unser Fritz förderten im Währungsjahr
1,4 Millionen Tonnen Kohle - knapp drei Prozent
der gesamten Ruhrgebietsförderung. Hinzu kamen
500.000 Tonnen Koks, die in der Ofenbatterie
von Shamrock produziert wurden. Das überschüssige
Kokereigas strömte zur Weiterverarbeitung ins
Holsterhauser Stickstoffwerk Hibernia, das damals
an die 1.000 Stammarbeiter zählte.
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