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Der Bergbau im Stadtteil
Unser Fritz hat kaum 125 Jahre überdauert. Am
18. September 1871 wurde im Wanner Emscherbruch
der erste Kohlenschacht niedergebracht. Ihren
Namen bekam die Zeche nach dem damaligen Kronprinzen
Friedrich Wilhelm - später Kaiser Friedrich
III. Damit fand sich auch die Namensgebung für
den Ortsteil Unser Fritz.
Ein stilisierter Malakow-Turm
(Schacht Sophie genannt) setzte die Akzente
zur ersten Kohlenförderung, die 1875 in Gang
kam. 530 Bergleute erreichten eine jährliche
Förderleistung von 93.000 Tonnen. Gleich zu
Beginn gab es ein Missgeschick, als am 25. Juli
1875 bei einer Schlagwetterexplosion sieben
Kumpel ums Leben kamen. An eine Mechanisierung
im Flözabbau war zunächst nicht zu denken.
Grubenpferde erleichterten
sei 1876 die schwere Handarbeit und zogen die
Kohlenwagen durch die Strecke zum Schacht. Im
unterirdischen Pferdestall kümmerten sich eigens
dafür abgestellte Kumpel um die Pflege der treuen
Vierbeiner. Der Schichtlohn für einen jugendlichen
Pferdetreiber lag bei einer Mark, Kohlenhauer
verdienten bei zehnstündiger Akkordarbeit etwa
das Dreifache. Um diese Zeit (1875/76) erhielt
der Pütt auch einen Bahnanschluss nach Bismarck
und zum Wanner Bahnhof.
Ein zweiter Schacht ging
1885 an der Dorstener Straße (heute Künstlerwerkstatt)
in Betrieb. Beide Schächte wurden mittels einer
oberirdischen Kettenbahn verbunden. Nachträglich
kamen noch drei Schächte hinzu, wobei das Kleingerüst
auf dem Cranger Kirmesgelände überwiegend als
Wetterschacht diente. Seit 1911 gab es eine
Kokerei, die über zwei Ofen-Batterien jährlich
an die 160.000 Tonnen Koks drückte.
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