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Die Zeitungen berichteten
in Schlagzeilen über das Luftschiff IV des Grafen
Ferdinand von Zeppelin.
Der Slogan "Das Luftschiff
wird das Gefährt der Nation" machte die Runde.
Wie in allen Städten des Reviers, fanden auch
in Wanne-Eickel Veranstaltungen und Festumzüge
statt. Geschmückte Wagen mit Nachbildungen Zeppelins
fuhren durch die Straßen. Der Erbauer wurde
gebührend gefeiert.
Am 5. August 1908 wurde der
Zepp IV des Grafen bei Echterdingen von einer
Sturmböe erfaßt und total zerstört. Die Katastrophe
kam einem nationalen Unglück gleich. Sofort
rief die Regierung unter Kaiser Wilhelm II.
zu einer Spendenaktion auf, die auch beim Wanner
Gemeindeamtmann Friedrich Winter ein offenes
Ohr fand.
Nach kurzer Zeit waren die
Löffel restlos verkauft, so daß man sich entschloß,
wegen der großen Nachfrage weiteres Besteck
herzustellen. Die Kosten für den Bau eines neuen
Luftschiffes waren auf etwa dreieinhalb Millionen
Mark veranschlagt worden. Jedoch war die Anteilnahme
der Bevölkerung so groß, daß die Spendenaktion
fast zehn Millionen Mark einbrachte.
Die Löffel sind heute eine
Rarität und werden zu Liebhaberpreisen gehandelt.
Bereits ein Jahr nach dem
Unglücksfall war das neue Zeppelinmodell fertig.
Groß war das Interesse der Wanne-Eickeler Bevölkerung,
als das neue Luftschiff am 20. September 1909
- leider bei schlechtem Wetter -das Ruhrgebiet
überquerte und in Essen zur Landung ansetzte.
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