Gesundheitstipps aus der
Flora-Apotheke


Marlene Kissel
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

bei Babys und Kleinkindern ist Durchfall - neben Schnupfen und Husten - der h�ufigste Anlass f�r einen Besuch beim Kinderarzt.

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Marlene Kissel

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Durchfall bei Babys und Kleinkindern:
Schnell zum Arzt!

Jedes zweite Kind erkrankt in den ersten beiden Lebensjahren mindestens einmal an Durchfall. Gerade bei kleineren Kindern ist das keinesfalls eine Bagatelleerkrankung, denn der Fl�ssigkeitsverlust stellt eine erhebliche Gesundheitsgefahr f�r sie dar. Deshalb sollten Eltern schnell handeln, wenn sie merken, dass etwas mit der Verdauung ihres Kindes nicht stimmt.

Meist eine Virusinfektion

Wie h�ufig ein Kind normalerweise Stuhlgang hat, ist ganz unterschiedlich. Manche Babys und Kleinkinder haben nur alle ein bis zwei Tage etwas in der Windel, andere produzieren mehrmals t�glich kleine Mengen Stuhl. Gerade viele gestillte Kinder haben h�ufig etliche Entleerungen am Tag, andere auch nur eine im Verlauf von mehreren Tagen.

Bei Durchfall entleeren die Kleinen pl�tzlich jedoch viel h�ufiger Stuhl als gewohnt. Auch die Beschaffenheit ist anders. Der Stuhl ist d�nnfl�ssig bis w�ssrig und kann ein gr�nliches Aussehen haben. Der Bauch ist gebl�ht, die Kinder sind m�de, quengelig und haben keinen Appetit mehr. Oft kommt noch Fieber dazu. Weil der Stuhl zunehmender saurer wird, ist der Po oft rot und wund.

Die h�ufigste Ursache f�r Durchfall bei j�ngeren Kindern ist ein Infektion mit dem so genannten Rotavirus. Aber auch bestimmte Bakterien und Pilze k�nnen diese Erkrankung ausl�sen. Manchmal stecken auch Nahrungsmittelunvertr�glichkeiten und Stoffwechselst�rungen hinter dem Problem. Ebenso kann Durchfall eine Begleiterscheinung bei einem Racheninfekt oder einer Mittelohrentz�ndung sein. Da die zugrunde liegenden St�rung oft nicht einfach zu erkennen ist, sollten kleinere Kinder bei jedem Durchfall dem Kinderarzt vorgestellt werden. Babys und Kinder bis zu zwei Jahren sollten sogar m�glichst umgehend in �rztlicher Behandlung kommen, denn bei ihnen besteht schon nach wenigen Stunden die Gefahr einer lebensbedrohlichen Austrocknung durch den hohen Wasserverlust.

Vor allem viel trinken

Zusammen mit dem Wasser werden auch wichtige Mineralsalze (Elektrolyte) aus dem K�rper geschwemmt. Diese m�ssen - genau wie das Wasser - so schnell wie m�glich ersetzt werden.

Deshalb sollten Kinder mit Durchfall sofort und immer wieder zwischendurch eine fertige Elektrolytl�sung angeboten werden. (Solch ein in der Apotheke erh�ltliches Elektrolytgemisch geh�rt unbedingt in die Hausapotheke, wenn Kinder im Haushalt leben.)

Karottensuppe und geriebener Apfel

Babys. die gestillt werden, brauchen keine Pause bei der Brustern�hrung einzulegen. Sie k�nnen weiter gestillt werden und erhalten zwischendurch die Elektrolytmischung. Babys, die normalerweise Flaschennahrung trinken, bekommen zun�chst etwa sechs bis zw�lf Stunden lang nur die Elektrolytmischung. Dann kann man wieder mit der Flaschenmilch beginnen. Bei j�ngeren S�uglingen wird die normal zubereitete Milchnahrung allerdings noch mit Wasser verd�nnt, und zwar je nach Empfehlung des Kinderarztes im Verh�ltnis 1:2 bzw. 1:1. Wird das gut vertragen , kann man die Konzentration der Milchnahrung innerhalb weniger Tage wieder auf das normale Ma� steigern.

Bei �lteren Babys, die schon Beikost bekommen, sowie bei Kleinkindern wird ebenfalls zun�chst der Fl�ssigkeitsverlust ersetzt und dann ein vorsichtiger Nahrungsaufbau durchgef�hrt. Gut vertragen werden in der Regel z.B. fettfreie Gem�se bzw. Karottensuppe, Zwieback, Toast, Reisschleim, Kartoffelbrei (ohne Fett), Karottengem�se, geriebener Apfel und zerdr�ckte Bananen. Fett und Zucker sollten bei Durchfall gemieden werden. Auch Milchprodukte, bl�hende Nahrungsmittel und Ei sind nicht empfehlenswert:

Wenn der Stuhl sich nach ein paar Tagen wieder normalisiert hat, kommt auch meist der Appetit wieder zur�ck. Jetzt schmeckt das Essen wieder, und das Kind holt im Nu wieder auf, was es w�hrend des Durchfalls an Gewicht verloren hat. 

 
 

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