Gesundheitstipps aus der
Flora-Apotheke


Esther Kissel Liebe Leserinnen, liebe Leser,

manchmal muss man nur mal kräftig ins Taschentuch schnauben, und schon blutet die Nase. Woher das kommt und was Sie tun können, lesen Sie hier.

Ihr Apotheker

Hans-Georg Kissel

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Was tun bei Nasenbluten?

Die zarte Nasenschleimhaut ist von zahlreichen kleinen Blutgefäßen durchzogen. Im vorderen Bereich der Nasenscheidewand befindet sich ein besonders dichtes Gefäßgeflecht. Kommt es zu einer Reizung oder einer stärkeren Beanspruchung, z.B. durch einen Schlag auf die Nase, heftiges Schnäuzen oder einen bohrenden Finger, kann schnell einmal ein kleines Blutgefäß platzen. Und schon rinnen die roten Tropfen auf das Hemd oder ins Taschentuch.
 

Manchmal ein Warnsignal

Doch der Blutverlust ist meist nur gering. Das verletzte Äderchen schließt sich von selbst, und nach ein paar Minuten ist alles wieder vorbei.

Wenn Nasenbluten allerdings häufiger auftritt, wenn es länger als 15-20 Minuten andauert oder wenn das Blut aus beiden Nasenlöchern fließt, sollte man den Arzt aufsuchen, damit er der Ursache auf den Grund gehen kann. Denn Nasenbluten kann auch ein Warnsignal für ernsthafte Gesundheitsstörungen sein.

 

Mögliche Ursachen sind z.B.
- Blutgerinnungsstörungen,
- Bluthochdruck,
- Arteriosklerose,
- Virusinfektionen,
- Schädelverletzungen oder
- ein Tumor im Nasenraum.

Auch die Einnahme blutverdünnender Medikamente kann eine Rolle spielen. Geht das Nasenbluten auf eine Grundkrankheit zurück, wird diese vom Arzt entsprechend behandelt.

Doch meist lassen sich relativ harmlose Gründe dafür finden, dass die Nase ab und zu blutet.

Neben den kleinen Verletzungen ist eine weitere häufige Ursache die Austrocknung der Schleimhaut, etwa bei zu geringer Luftfeuchtigkeit in Innenräumen oder bei Schnupfen. Auch in der Schwangerschaft tritt öfter Nasenbluten auf, weil durch die hormonelle Umstellung das Gewebe aufgelockert und besser durchblutet wird.

 
Den Kopf nach vorn beugen

Wenn es zu Nasenbluten kommt, sollte man am besten den Kopf im Sitzen oder Stehen leicht nach vorn beugen, damit das Blut aus der Nase herauslaufen kann. Verschlucktes Blut kann zu Brechreiz führen.

Um die Blutzufuhr im betroffenen Bereich zu reduzieren, drückt man mit Daumen und Zeigefinger für ein paar Minuten die Nasenflügel zusammen.

Zusätzlich tut es gut, sich einen kalten Umschlag in den Nacken zu legen. Wenn man Eiswürfel zur Hand hat, kann man diese dafür benutzen. Sie müssen allerdings in ein Tuch gewickelt werden, damit es nicht zu Erfrierungen der Haut kommt. Die Kälte bewirkt, dass sich die Blutgefäße in der Nase reflektorisch zusammenziehen.

Hat es nach ein paar Minuten aufgehört zu bluten, sollte man sich in den nächsten Stunden besser nicht die Nase putzen; denn die Kruste, die das verletzte Gefäß verschließt, könnte sich lösen und die Blutung wieder einsetzen.

Um Nasenbluten vorzubeugen, sollte man die Schleimhaut in der Nase stets gut feucht halten, z.B. mit Nasenspülungen oder einem Salzwasserspray aus der Apotheke. Auch pflegende Nasensalben können hilfreich sein.

Morgens und abends blutet's öfter

Nasenbluten tritt am häufigsten morgens auf; ein zweiter, wenn auch nicht ganz so ausgeprägter „Gipfel" liegt am Abend. Das fanden italienische Forscher heraus, die für eine Studie über 1.700 Fälle von Nasenbluten bei Klinikpatienten unter besonderer Berücksichtigung der Tageszeit analysierten. Die Mediziner halten einen Zusammenhang zwischen dem Auftreten von Nasenbluten und dem normalen Anstieg und Abfall des Blutdrucks im Tagesverlauf für wahrscheinlich. (dpa/fwt)

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