Hallo Babybauch!

Die Schwangerschaft ist nicht nur eine schöne Zeit, sie kann auch recht beschwerlich sein. Wenn man z.B. von Übelkeit oder Sodbrennen betroffen ist, stellt sich die werdende Mutter häufig die Frage: was darf ich? Was sollte ich tun?

 

Generell gilt: Krankheiten sollten auch in der Schwangerschaft behandelt werden, sonst stellen sie ein Risiko für Mutter und Kind dar.

Leider kann von keinem Arzneimittel gesagt werden, dass es während der Schwangerschaft absolut sicher ist. Aber Gynäkologe und Apotheker machen natürlich immer eine Nutzen-Risiko-Abwägung. Nehmen Sie regelmäßig Medikamente ein, so ist der Arzt hier die richtige Anlaufstelle.

Bei Schmerzen hilft Paracetamol häufig gut. Meerwassernasensprays lösen eine verstopfte Nase. Bei Übelkeit gilt: kleine, häufige Mahlzeiten und Ingwertee lindern die Beschwerden. Oft sind homöopathische Mittel auch eine gute Alternative.

 

Eine gesunde, ausgewogene Ernährung trägt ebenfalls zur Entwicklung des Kindes und dem Wohlbefinden der Mutter bei. Leichte Bewegung wie z.B. Spazierengehen ist ebenfalls wichtig. Ergänzt werden sollte Iod und Folsäure, ggf. Eisen. Eine vegane Ernährung ist in der Schwangerschaft nicht anzuraten.

 

Weihnachtszeit ist Geschenkezeit

Diesmal in unserem Expertentipp: schokoladige Geschenkideen!

Hier das Rezept für heiße Schokolade am Stiel:

60g Zucker in einem Topf vorsichtig karamellisieren lassen (Achtung sehr heiß!). Dann 2 Kardamomkapseln, eine Zimtstange und das Mark einer Vanilleschote mit 200ml Sahne dazugeben. Etwas köcheln lassen, bis der Zucker aufgelöst ist. Danach mind. eine Stunde ziehen lassen. 300g Zartbitter-Kuvertüre im Wasserbad schmelzen. Die Sahnemischung leicht erwärmen und durch ein Sieb zur geschmolzenen Schokolade geben. Gut verrühren – danach ca. 40 Minuten kalt stellen, dabei immer mal wieder gut durchrühren.

Die halbfeste Masse dann in 20 Kugeln geformt (Spritzbeutel!) auf ein mit 100g Puderzucker bestäubtes Backblech geben, in dem Zucker wenden und zum Schluss ein Holzstäbchen hineinstecken. Dann wieder kaltstellen.

So halten sich die Kugeln ca. 2 Wochen in einer geschlossenen Dose. Gewürze und Schokolade kann man auch nach Belieben ändern, z.B. Orangenschalen in weißer Kuvertüre schmecken auch sehr gut.

Schön verpackt ist es ein selbstgemachtes Geschenk oder einfach zum selber Genießen. Man nimmt 1-2 Kugeln in heißer Milche für einen heißen Kakao.

Badespaß für die Nase

Nasenduschen stellen eine sinnvolle Therapie bei Problemen mit der Nase oder den Nebenhöhlen dar. Man benutzt eine dafür vorgesehene Spülkanne mit warmem Wasser. Diese Lösung sollte isoton sein. Hierfür gibt es abgepackte, vorportionierte Salze in der Apotheke. Natürlich kann man auch Haushaltssalz verwenden (9g/1 Liter), häufig ist die Dosierung aber nicht exakt und die Spülung brennt und tut weh.

Schleim, Pollen oder Staub werden bei dieser „Wäsche“ herausgespült. Sinnvoll ist das v.a. für Allergiker, bei der akuten Erkältung oder zur Vorbeugung bei häufig erkälteten, empfindlichen Menschen.

Sind die Nasenschleimhäute durch eine Erkältung zugeschwollen, kann das Spülwasser nicht richtig abfließen. Hierbei hilft ein Nasenspray, dass die Nase vorher frei macht.

Die meisten Spülkannen sind über ein Ventil bedienbar. Die Anwendung sollte immer mit geöffnetem Mund über dem Waschbecken erfolgen. Die Lösung fließt von der Kanne in die Nase und durchs andere Nasenloch wieder hinaus.

Damit Bakterien keine Chance haben, sollte man die Nasendusche gründlich reinigen, ggf. sogar in der Spülmaschine. Die Salzlösung muss immer frisch hergestellt werden.

Pipi lass nach!

Ständiger Harndrang? Und dann kommen nur ein paar schmerzhafte Tropfen?

Das kann ein Zeichen für die Entzündung der Blasenschleimhaut sein. Übeltäter sind meist Darmbakterien, die in die Blase gelangt sind. Vor allem Frauen sind davon betroffen. Männer eher seltener: die Harnröhre und damit der Weg für aufsteigenden Bakterien ist einfach länger.

Pflanzliche Arzneimittel oder Blasen-und-Nieren-Tee helfen die Blase zu spülen und zu desinfizieren. Auch Cranberrysaft kann unterstützen. Ebenso ist viel Trinken wichtig. Eine Wärmflasche im Bauchbereich kann die Beschwerden ebenfalls lindern.

Bei Frauen ist erst in schlimmen Fällen mit Fieber oder starken Rückenschmerzen ein Antibiotikum nötig. Männer und Schwangere sollten die Symptome direkt ärztlich abklären lassen.

Vorbeugen kann man durch richtige Hygiene im Intimbereich – nicht zu aggressive Waschlotions benutzen – und generell eine gute Flüssigkeitszufuhr. Wenn alles sauber und gespült ist, ist man weniger anfällig. Die Füße und den Nierenbereich generell schön warm zu halten, hilft ebenfalls.

Im Sommer: nasse Badekleidung möglichst zügig gegen trockene tauschen. Dann bleibt auch die Blase gesund.

Was juckt denn da?

Krätze (Skabies) wird durch Milben in der Haut verursacht. Sie nisten sich in der obersten Schicht ein und können so sogar Bäder überstehen. Es ist also nicht zwangsläufig ein Zeichen schlechter Körperhygiene. Bei längerem Hautkontakt wie Spielen, Kuscheln etc. kann die Übertragung stattfinden.

Gerade zwischen den Zehen und Fingern fühlen sie sich wohl. Das äußert sich dann durch starken Juckreiz und typischen Knötchen auf der Haut. Alle engen Kontaktpersonen können betroffen sein.

Behandelt werden kann mit speziellen Cremes – diese sollte großflächig verwendet und Einwirkzeiten beachtet werden.  Tabletten werden verschrieben und nach Körpergewicht dosiert. In einer Einmaldosis werden sie am besten morgens genommen. Am nächsten Tag dann kann es wieder zur Arbeit oder Schule gehen. Der Juckreiz kann noch etwas anhalten. Die Milben werden abgetötet, erst mit der normalen Hauterneuerung verschwinden sie und die Eier.

Generell gilt: Die Nägel sollten kurz geschnitten sein und Kleidung, Handtücher und Bettwäsche möglichst heiß gewaschen werden. Alles andere kommt in einen luftdichten Beutel oder z.B. der Teppich wird gründlich gesaugt– dann überlebt das keine Milbe.

Das berühmte Kratzen im Hals

Wer kennt es nicht: Die Temperaturen werden kühler, die Tage langsam kürzer und der Hals kratzt. Eine Erkältung im Anmarsch!

Häufigste Ursache bei Halsweh sind Viren. Meist ist dies auch eins der ersten Symptome einer Erklärung. Natürlich können sich die Viren verbreiten: im eigenen Körper Nase, Rachen und Co befallen – aber eben auch Kollegen und Familie anstecken.

Seltener sind Bakterien die Ursache. Nur diese können mit einem Antibiotikum wirksam bekämpft werden. Hier ist ein Arztbesuch Pflicht. Sind Viren die Auslöser, helfen Lutschpastillen aus der Apotheke, zum Beispiel Salbei oder Fenchel. Diese tuen auch als Tee sehr gut. Dazu Wärme und Ruhe und die Erkältung hat keine Chance. Bei schlimmeren Beschwerden kann man Halsschmerztabletten mit einem betäubenden Wirkstoff verwenden. Auch Wirkstoffe, die desinfizieren oder den Schmerz lindern, kann man als Tabletten lutschen oder als Halsspray verwenden. Ein Arztbesuch ist i.d.R. nicht nötig.

Auch Tabakrauch, Allergien oder sehr starkes Sodbrennen mit Rückfluss von Magensäure können Halsschmerzen verursachen. Hier ist der Rat eines Fachmanns gefragt.

Kommen Sie gesund durch die Erkältungszeit!

Adventszeit: Kaffee, Kuchen und Plätzchenzeit

Nicht nur unterm Weihnachtsbaum, sondern auch zur adventlichen Kaffeetafel ist der folgende Klassiker ein Hit. Neu aufgelegt in einer „Weihnachtsedition“ wird der „kalte Hund mit Gewürzmandeln“ zum kulinarischen Highlight.

Für die Gewürzmandeln schlägt man ein Eiweiß steif, hebt 200g ungeschälte Mandeln, 1 TL Zimt, 1 Messerspitze Cayennepfeffer (Vorsicht!) und ½ TL Salz unter. Dann verteilt man die Masse auf einem Backblech und röstet sie ca. 15-20 Minuten bei 200 Grad.

Die Schokoladenmasse wird folgendermaßen gemacht: 350g dunkle Kuvertüre hacken und im Wasserbad schmelzen, 150ml Sahne aufkochen und dazugeben. Nach dem Abkühlen wird die Masse zu 100g weicher, aufgeschlagener Butter gegeben. 100g Orangeat, fein gewürfelt, mit den Gewürzmandeln und 175g weichen Amarettini unter die Schokoladenmousse heben.

Die ganze Masse wird in eine mit Klarsichtfolie ausgelegte Kastenform gegeben und am besten über Nacht kaltgestellt. Dann wird der „kalte Hund“ wie ein Kuchen in Scheiben geschnitten genossen.

Nach Keksen, Desserts und heißer Schokolade diesmal ein Rezept für die Kaffeetafel: Ich wünsche eine schöne Adventszeit und guten Appetit!

Aus eins macht zwei

Tabletten zu teilen, kann sinnvoll sein: z.B. gibt es nur eine höhere Dosierung auf dem Markt oder besonders große Tabletten können besser geschluckt werden. Manchmal braucht man auch einfach nur eine halbe Kopfschmerztablette.

Aber darf man wirklich alles teilen, was man irgendwie klein bekommt?

Manche Tabletten besitzen einen Überzug: entweder um den empfindlichen Wirkstoff vor der Magensäure oder umgekehrt den Magen vor der schleimhautreizenden Arznei zu schützen. Teilt man dann diese Tabletten, zerstört man die schützende Hülle. Retardarzneien geben immer nur einen Teil des Wirkstoffs frei, damit die Tablette den ganzen Tag wirkt. Wird der Überzug zerstört, kann der Arzneistoff sofort komplett freigesetzt werden. Das kann zu Überdosierungen und Nebenwirkungen führen.

Dass man also beim Teilen nur Brösel bekommt, ist das kleinere Übel. Sind die Tablettenhälften nicht gleich groß, kann der ungleich verteilte Wirkstoff zu Unter- oder Überdosierungen führen.

Gewissheit, ob die Tablette geteilt werden darf, gibt der Beipackzettel.

Im Zweifel: Fragen Sie in Ihrer Apotheke nach! Will dann die Tablette immer noch nicht, hilft ein Tablettenteiler nach.

Immer trockene Füße? Wissenswertes rund um das Thema Nagel- und Fußpilz

 

Pilzerkrankungen der Haut und Nägel sind insbesondere an den Füßen ein Problem. Gerade im öffentlichen Schwimmbad sollte man Badeschlappen tragen und darauf achten, dass auch die Zehenzwischenräume gut abgetrocknet werden. Denn hier beginnt meist die Infektion – leichtes Jucken sind die ersten Anzeichen – und breitet sich dann auch über die Nägel aus.

Eine Behandlung ist wichtig, denn der Pilz verschwindet nicht von alleine. Die Nägel verfärben sich, lösen sich unter Umständen sogar ab. Und natürlich kann man weitere Menschen damit anstecken.

Für den Fußpilz auf der Haut gibt es Cremes, die je nach Wirkstoff ein- bis dreimal täglich aufgetragen werden. Aber nicht nur hier ist eine ausreichend lange Behandlungsdauer wichtig. Auch die verschiedenen Nagellacke bei Nagelpilz sollten länger verwendet werden. Das kann unter Umständen bis zu einem halben Jahr oder länger dauern, da die Zehennägel langsamer wachsen.

Um eine (erneute) Infektion zu vermeiden, sollte man Bauwollsocken (heiß waschen!) statt Synthetik tragen, die Füße warm halten und die Schuhe öfter mal wechseln. Regelmäßige Fußpflege wie z.B. Eincremen hilft der Haut, sich selbst zu schützen.

 

Rote Augen? – Bindehautentzündung richtig behandeln

 

Die Bindehaut ist eine dünne, durchsichtige Schleimhaut direkt innen am Augenlid. Eine Entzündung dort bringt meist gerötete Augen und Schwellungen mit sich. Morgens kann das Auge auch verklebt sein.

Die Ursachen sind vielfältig: von trockener Luft über Staub oder Pollen bis hin zu Bakterien gibt es viele Auslöser. Dieser bestimmt die Therapie der Bindehautentzündung. Ist es bakteriell verursacht, kann der der Arzt Antibiotika verordnen. Diese Form ist auch entsprechend ansteckend. Hierbei ist meist nur ein Auge betroffen.

Zu dieser Jahreszeit sind aber häufig nicht-infektiöse Auslöser für die Bindehautentzündung verantwortlich. Staub, trockene Luft oder chlorhaltiges Schwimmbadwasser reizen beide Augen und können so zur Entzündung führen. Hier kann mit befeuchtenden und reizlindernden Augentropfen geholfen werden. Auch sogenannte Augensprays bringen Linderung.

Reagiert die Bindehaut auf Allergene wie z.B. Pollen oder Gräser, dann kann die Bindehaut auch entsprechend betroffen sein. Im Zuge eines Heuschnupfens läuft dann auch meist die Nase oder ist verstopft. Hier helfen antiallergische Augentropfen und Nasensprays.

 

Alles Wissenswerte zum Thema Herpes: Bläschen lass nach!

 

Ist das Immunsystem in der kälteren Jahreszeit z.B. durch Erkältung angegriffen, hat auch das Herpes-Virus leichtes Spiel. Brennen, Spannungsgefühle oder Kribbeln kündigen die lästigen Bläschen auf der Lippe meist schon an. Betroffen sein können auch z.B. die Wange oder Nase, aber auch andere Körperstellen. Dann ist der Arztbesuch angeraten.

Ansonsten reicht eine wirkstoffhaltige Creme aus der Apotheke. Wichtig: schon bei den ersten Anzeichen auftragen! Dann kann die Erkrankungsdauer wirksam verkürzt werden. Alternativ kann man auch Spezialpflaster benutzen. Dann kann sich der Virus nicht ausbreiten und eine optimale Wundheilung ist möglich.

Aber auch ohne Behandlung platzt das Bläschen auf und verheilt nach bis zu 14 Tagen. Aber Achtung: in dieser Zeit ist man ansteckend!

Die meisten Menschen kommen schon früh mit dem Virus in Kontakt. Dieser nistet sich dann lebenslang im Nervensystem ein. Dort bleibt er auch, aber das ist für den gesunden Menschen nicht schlimm. Nur bei ca. 1/3 der Betroffenen bricht die Krankheit (regemäßig) wieder aus. Schützen kann man sich und anderen dann nur durch entsprechend höhere Hygiene, also häufigeres Händewaschen.

 

10 Minuten täglich!

Vitamin D oder auch Colecalciferol genannt ist ein wichtiges Vitamin, das der menschliche Körper bei normaler Sonneneinstrahlung selbst bilden kann. Es ist für den gesunden Knochen- und Zahnaufbau und –erhalt notwendig, da es das aus der Nahrung ausgenommene Calcium ähnlich wie ein Taxi zu den Stellen wie z.B. Muskeln transportiert, an denen es gebraucht wird.

Gesunde Ernährung trägt auch dazu bei, den Vitamin-D-Spiegel im Körper ausreichend hoch zu halten. Lachs, Speisepilze oder Eigelb sind gute Lieferanten.

Steht dem Körper nicht genug Vitamin D und Calcium zur Verfügung, können Knochenbrüche und Osteoporose die Langzeitfolge sein. Daher sollte man sich v.a. im Sommer viel im Freien bewegen und sich gesund ernähren, um die Speicher wieder aufzufüllen.

Der Bedarf ist durch das Wachstum bei Kindern hoch. Auch Menschen, die wenig im Freien sind oder weniger Sonneneinstrahlung im Winter kann zu Vitamin-D-Mangel führen. Hier kann eine zusätzliche Einnahme von Vitamin D und im höheren Alter auch Calcium sinnvoll sein. Entsprechende Präparate gibt es in der Apotheke.

10 Sonnenminuten am Tag reichen aus, aber: immer auf entsprechenden Sonnenschutz achten!